Wollfest in Schwabsburg

Schon fast vor einem halben Jahr war ich im schönem Schwabsburg auf dem Wollfest. Ich weiß es ist schon ewig her, aber ein paar Impressionen möchte ich euch dazu doch noch liefern, vielleicht bekommt der ein oder andere ja Lust beim nächsten Mal mit dabei zu sein.

Es war ein schöner, sonniger und sommerlicher Tag. Beim kaufen habe ich mich dieses Jahr gut zurück halten können, so kamen nur Wolle für eine Babydecke und ein kleiner Keramikkranz für Blümchen mit nach Hause.

Aber auch zum drüber bummeln und verweilen läd der Markt jedes Jahr aufs Neue ein. Die Höfe und Gärten der Anwohner und Verkäufer sind immer so liebevoll bepflanzt und gestaltet.

 

 

Gut gefallen hat mir auch die grüne Glitzerwolle vom Mondschaf, ich habe gerade wieder ein Faible für grün entwickelt. Meine Farbvorlieben ändern sich immer mal wieder. Auch die Wolle von La Käpple gefiel mir gut, kräftige Farben kombiniert mit Grau, das passt genau in mein Beuteschema.

Ein Stand mit Filzereien fiel mir auch ins Auge und ich begutachtete die Kunstwerke. Irgendwann möchte ich das auch mal lernen und einen Kurs machen. Priorität hat aber vorerst gerade einen geeigneten Töpferkurs zu finden.

Am Donnerstag mache ich mich dann auf zur Kreativmesse in Frankfurt, auf der Einkaufsliste stehen weihnachtliche Stoffe, Klettband für Kartenbasteln und evtl. noch ein neuer Geldbeutel. Mal sehen was es dort sonst noch so zu bestaunen gibt.

Ein Loopschal mit Füchsen

Letzten Monat stattete ich dem Holländischem Stoffmarkt in Frankfurt einem Besuch ab, auch wenn die vielen Menschen teilweise echt anstrengend waren, war der Ausflug doch ein voller Erfolg. Zügig kaufte ich Stoffe für Vorhänge in der neuen Wohnung und noch 2 spontan Käufe durften mit.

Ein spontan Kaf war ein Baumwollstoff mit Füchsen, an denen kommt man ja momentan nur schwer vorbei, und ich finde farblich passen sie super zum Herbst.

Aus dem Fuchsstoff und einem hellen Baumwolstoff aus meinem Stash nähte ich einen Loopschal. Diesen schenkte ich einer lieben Kollegin zum Geburtstag.

 

Ich Schnitt aus jedem Stoff einen Streifen von 40x140cm zurecht. Und ging genauso vor, wie letztes Jahr in meinem Nähkurs. Und nie vergessen, den Stoff immer schön bügeln, ebenso wie zwischendurch die Nahtkanten glatt bügeln. Alles in allem brauchte ich eine knappe Stunde für das gute Stück. Und endlich hatte ich mal wieder Zeit und einen Grund mich mal wieder an die Nähmaschine zu setzen. Die war schon ganz schön verstaubt…

Aber bald sollen ja noch einige Vorhänge (5 an der Zahl!), Kissenbezüge und ein neuer Brotbeutel folgen. Mal sehen, wie sehr mich in der Vorweihnachtszeit die Schule zeitlich in Beschlag nimmt. Für die neue Wohnung hätte ich noch so viele tolle Projekte.

Tafelbilder

Früher in der Schule hatte ich es gehasst, wenn ich etwas an die Tafel schreiben musste, jetzt liebe ich es. Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass ich nun selbst bestimmen kann, was an die Tafel kommt.

Bei unserem Küchenumbau, wurden zwei Billys zu Küchenunterschränken umfunktioniert (dazu zu späterem Zeitpunkt mehr im Blog) und auf die Stirnseite nagelten wir eine Pressspanplatte. Diese strich ich in 5 Lagen mit schwarzen Tafellack an.

Nun kann ich die Tafel immer nach belieben gestalten. Bisher kam es zu drei verschiedenen Tafelbildern. Einen Willkommensgruß zum Einzug, ein Willkommensgruß für den Mann, der auf Geschäftsreise in China war und nun ein schönes Zitat von Robert Louis Stevensons, einem schottischem Schriftsteller.

 

Bisher habe ich nur mit ganz normaler Tafelkreide von Pelikan in weiß und von Staedtler in bunt gemalt. Von der bunten Kreide bin ich etwas enttäuscht, da die Farben leider sehr blass und pastellig wirken und einige sich kaum bis gar nicht von der weißen Kreide abheben. Nun habe ich noch einen Kreidestift von Faber Castell besorgt, den ich bisher aber noch nicht auf der großen Tafel getestet habe.

Herzen für die Nägel

Normalerweise bin ich ja keine Beautyprinzessin. Aber irgendwie hatte ich diesen Sommer das Bedürfnis nach bunten Nägeln. Ich finde gerade bei kurzen Nägeln kräftige Farben super.

Nach einem kurzem Test, entschied ich mich für die Lacke von Essie, ich finde hier den Pinsel echt super zum auftragen. Aber nur bunt ist langweilig, also stöberte ich bei Pinterest. Das erste was mir ins Auge fiel und ach einfach erschien, waren kleine Herzchen.

Man macht mit einem Zahnstocher einfach drei rote Punkte auf den Nagel und verbindet diese dann vorsichtig, schon ist das Herz fertig. Mit links bekomme ich das echt gut hin, mit rechts fällt es mir noch etwas schwer, ordentlich habe ich es hier lediglich auf dem Daumen hinbekommen. Bevor ich auf dem Nagel gemalt habe, hatte ich es auf Papier ausprobiert, um zu testen, wieviel Lack ich am Zahnstocher benötige.

Ein schöner, einfacher und verspielter Hingucker. Jetzt suche ich die Nageltapes, mit denen man tolle Streifenlooks hinbekommt, weiß jemand wo man sowas kaufen kann?

Die verstrickte Dienstagsfrage 40/2014

Dieses Mal musste ich auch eine Antwort auf die verstrickte Dienstagsfrage vom Wollschaf verfassen. Diese Woche ging es um den herablassenden Artikel von Frau Fuljahn bei brigitte.de .

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich mich sehr darüber ärgere, dass ich mich überhaupt über so einen Artikel ärgern muss.

Ich möchte mich nicht auf das Niveau der Verfasserin hinab lassen und anfangen Leute zu beleidigen, kränken oder gar in Schubladen zu stecken.

Allerdings kann Frau Fuljahn doch froh sein, dass nicht jede Frau Pilotin werden möchte, denn wer würde sich sonst um unsere Alten, Kranken und Kinder kümmern? Was ja die klassischen Frauenberufe in Deutschland nunmal sind.

Und darüber hinaus gibt es viele Studien die belegen, dass Menschen, die sich kreativ ausleben und Dinge mit ihren eigenen Händen erschaffen auch eine gesunde Seele haben. DIY-Anhänger leiden weniger an Burnout und Depressionen. Etwas erschaffen und Ergebnisse in der Hand zu halten, ist genau das, was in den meisten Berufen fehlt, es gibt kaum messbare Ergebnisse, was die Leute stresst. Handarbeiten ist als ein super Ausgleich zu solchen Berufen.

Und wie sehr kann man sich denn nun wirklich als Pilotin selbst verwirklichen? Klar habe ich einen angesehen Beruf, würde einen Haufen Geld verdienen, könnte frühzeitig in Rente gehen, aber letztendlich fliege ich ein Flugzeug auf exakt der vorgeschrieben Route hin und her. Selbstverwirklichung sieht bei mir anders aus….

Yarncamp 2014

Auch in diesem Jahr gab es wieder ein Barcamp zum Thema Wolle. Dieses Jahr fand das ganze 2-tägig im Solution Space in Köln statt.

Gemeinsam mit TheCookingKnitter fuhr ich Freitag mittags schon nach Köln. Nachdem wir unser Gästezimmer bezogen hatten bummelten wir durch die Stadt. Und besuchten natürlich auch den Wollladen “Maschenkunst” ein gemütlicher Laden, der zum bummeln, stricken und tratschen einläd. Ich kaufte lediglich 1 Knäuel Sockenwolle, woraus Julia für meinen Kollegen AUftragssocken stricken wird. Auch im Kölner Kochhaus würde gestöbert, ein wirklich sehr toller Laden, mal wieder stand ich bewundert vor den Kitchen Aids, irgendwann muss ich mir doch so eine kaufen…

Abends ging es zu einem kleinem Warm Up in ein Kölner Brauhaus um sich schon mal zu beschnuppern.

Samstag morgen ging es dann los, ich half dem Orgateam noch etwas Goodie Bags packen und dann ging es um 10:30 Uhr los. Nach einem Frühstück starteten wir die Sessionplanung, es kamen 12 verschiedene Sessions zusammen. Ich besuchte Häkeln für Dau´s, Social Media und FAQ Blogs. Im Solution Space gab es 2 Räume für die Sessions und einen großen Raum, der mit Sofas, Sesseln, Essen, Trinken und Domblick zum verweilen, und in meinem Fall vor allem zum Häkeln einlud. Am Wochenende an den Nadeln hatte ich immer noch die Babydecke im “Basketweave” Muster, das aus Reliefstäbchen besteht an der Nadel hängen Ich habe es geschafft am Wochenende einen ganzen Strang der schönen Wolle von Margit zu verhäkeln. Das Muster kam bei einigen Teilnehmern gut an, wer nochmal wissen will wie es geht, ich habe es von iLillys Blog.

Nach dem Yarncamp gingen wir noch was essen und dann zeitig ins Bett, denn sonntags hieß es ja wieder früh aufstehen.

Am Sonntag war ich vom Wochenende doch etwas müde und besuchte lediglich die Session über Apps. Wenn jemand eine gute App sucht, empfehle ich “Stash2go” sie ist mit Ravelry verknüpft. Alle anderen vorgestellten Apps waren leider reine Apps für Stricker.  Im Café unterhielten wir uns auch über Wollpflege, eine Dame aus der Textilindustrie teilte ihr Fachwissen mit uns. Wolle hat überhaupt nichts, gegen Maschinenwäsche, insofern es kalt ist und es keine Temperaturwechsel gibt, hat man Angst, dass bunte Wolle auf andere abfährt (z.B. bei Grannys) einfach mal eine kleine Maschenprobe waschen und Farbauffangtücher (soll es in Drogerien geben) benutzen, wenn der Test gut verläuft nur rein damit in die Maschine. Einige behaupteten noch, das es gut wäre solche Stücke in den Schnee zu legen, leider gibt es ja nur selten welchen. Des weiteren stöberte ich sonntags durch die Bücher, die die Verläge zur Ansicht gesponsert hatten, besonders gefielen mir “Natur Häkeleien” und “Schönes aus der Natur” beide vom blv Verlag. Für ein Gruppenfoto durften wir mittags dann nochmal auf das sonnige Dach des Solution Space, mit direktem Domblick. Nach einer Feedbackrunde um 16 Uhrwurde noch aufgeräumt und dann fuhren wir wieder nach Hause, gegen 20:30 war ich dann am Sonntag erschöpft aber glücklich daheim.

Das Yarncamp war wieder ein tolles Erlebnis, nette Leute, lecker Essen, wieder was gelernt und tolle Goodie Bags von den Sponsoren. Außerdem habe ich jemanden persönlich kennengelernt, der mein Blog liest (Mienchen), sowas finde ich immer spannend.

Bei den Sponsoren möchte ich mich hiermit ganz herzlich für das gelungene Wochenende bedanken, danke an O´Reilly, Edition Fischer, Topp, Innocient Smoothies, Coats, OZ Verlag, Sonntagmorgen.com, Dye for Yarn, Wollfaktor, blv, buttinette, Bändersalat, we are knitters, Christopherus Verlag. Besonders gefreut habe ich mich über die tolle Tasche von Coats, die genau aus dem gleichem Stoff, wie mein Nadeltäschen ist. Und natürlich über den netten Kontakt vom blv Verlag, hiermit liebe Grüße an Lisa. Danke auch an Julia, Lutz, Rebekka und Romy für die saufwendige Vorarbeit.

Ich freu mich schon auf das Yarncamp 2015 und bin gespannt, wo es stattfinden wird.

Tapezieren ist gar nicht so schwer…

Unsere neue Wohnung haben wir nach einer Kernsanierung als erste Mieter beziehen dürfen. Leider musste bei 110 Quadratmetern verdammt viel Tapete an die Wand. Zufriedenstellende und bezahlbare Tapezierer, mit freien Terminen findet man allerdings nur bedingt.

Nachdem einer unserer Tapezierer nicht ganz so der fähigste war, beschloss ich kurzerhand, dass er zwar gut genug, für uni farbenes Vlies ist, Muster ihn aber überfordern und mich wohl das Ergebnis in den Wahnsinn treiben würde.

 

Somit lud ich meine Tante ein, die hatte zwar bisher noch nie Muster tapeziert, konnte aber zumindest das ganze in einfarbig und traute sich das zu. Jahrelang habe ich bei Opa und Papa zugeschaut und assistiert, kleistern, zuschneiden, das war mir alles klar wie das ging. Gemeinsam ging es los. Die erste Bahn ist ja einfach, zuschneiden, kleistern, einwirken lassen, dran an die Wand und mit Bürste und Rolle geduldig alle Blasen rausstreichen. Die zweite Bahn muss man erst an der Wand anlegen, vor dem zuschneiden, bei Muster gibt es unglaublich viel Verschnitt. Dann kam die Fummelei, schauen, dass das Muster die gesamte Länge von 2,58m passt und auch noch grade und blasenfrei an der Wand sitzt, dafür braucht man Fingerspitzengefühl und Geduld. Tipp des Tages, schieben erzeugt Blasen, ist die Tapete um nur wenige Millimeter zu verschieben, klopft man mit der flachen Hand die Tapete sachte in die gewünschte Richtung. 

Die letzte Bahn war allerdings noch mal knifflig oben hatte die Bahn eine Breite von 38 unten von 32cm, die Wände in alten Häusern sind nunmal oft schief, hier musste ich dann vor Ort frei Hand eine gerade Kante abschneiden. Ich bin mit meiner Arbeit zufrieden, auch wenn es noch Luft nach oben gibt. Die ganze Wand haben wir in 5 Stunden geschafft. Der Rest des Schlafzimmers ist weiß.

Die Zusammenarbeit mit meiner Tante lief auch gut. Wenn ich mal wieder was tapezieren muss, weiß ich schon, wen ich mir als Helfer hole.